Im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderpaketes KIP rüstet die Gemeinde Bad Grund 400 Leuchten auf neueste LED-Technik um

Windhausen (hn). Einigen Einwohnern der Gemeinde Bad Grund dürfte es schon aufgefallen sein, dass an etlichen Stellen die Straßenbeleuchtung erneuert wurde und nun ein besseres Licht vorhanden ist. Denn im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderpaketes KIP I hat die Verwaltung mit der energetischen Sanierung der Straßenbeleuchtung begonnen.

Von den rund 1500 Straßenleuchten im Gemeindegebiet sollen nun 400 erneuert und auf moderne LED-Technik umgestellt werden. Nach dem öffentlichen Ausschreibungsverfahren von Juli bis September hat die Harzenergie Netz GmbH aufgrund ihres Angebotes den Zuschlag erhalten. Begonnen wurde mit der Maßnahme bereits im Oktober, und zwar an der Gittelder Grundschule, was wiederum ein weiterer Beitrag zur Schulwegsicherheit sei, wie der Bürgermeister Harald Dietzmann bei einem Pressegespräch am vergangenen Mittwoch sagte.

Inzwischen sind schon 120 Lampen in Eisdorf, Willensen, Windhausen und in Teilen von Gittelde und Bad Grund ausgetauscht. Vorrangig würden dabei die Leuchten aus den 1970er und 1980er Jahren erneuert, da diese aus ökonomischer und wirtschaftlicher Sicht am energieträchtigsten seien. Die alten Lampen verbrauchen pro Standort zwischen 80 und 160 Watt, so Fred Langner (Fachbereichsleiter Bau- und Ordnungsverwaltung), die neue LED-Technik hingegen nur rund 23 Watt. Zudem ginge durch die neue Technik auch das Licht nicht seitlich oder gar nach oben verloren, sondern strahle auch dahin, wo man es auch brauche, nämlich auf den Boden, betonte Volker Himstedt (Harzenergie). Zudem würde die neue Technik nicht nur etwa 100.000 Brennstunden überdauern, sondern auch die Wartungsintervalle weit aus weniger werden, was ebenso zu einer Kostenersparnis führe.

In Bad Grund werden 260 und in  Badenhausen, Eisdorf, Willensen und Windhausen je rund 50 Lampen erneuert. Der Schwerpunkt liegt in Bad Grund, weil in den übrigen Ortschaften in den zurückliegenden 20 bis 25 Jahren bereits viele Straßenbeleuchtungsprojekte mit Förderung über die Dorferneuerung abgewickelt wurden. „Wir sind froh, dass wir den Zuschlag erhalten haben“, so der Geschäftsführer der Harzenergie Dr. Hjalmar Schmidt „so können wir die gute und intensive Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Grund fortsetzen“. Ziel des Förderprogramms KIP ist die Reduzierung des Energieverbrauchs im öffentlichen Aufgabenbereich.

Insgesamt betragen die Kosten für diese Maßnahme rund 170.000 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde beträgt jedoch nur 6,2 Prozent. „Der Eigenaufwand der Gemeinde wird sich schnell und nachhaltig amortisiert haben“, so Dietzmann, der bei dem Gespräch jedoch auch deutlich machte, dass man den Wünschen vereinzelter Bürger, die Straßenbeleuchtung abends länger anzulassen, nicht entsprechen könne. Die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Bad Grund wird morgens um 5.30 Uhr ein- und abends um 23 Uhr, bis auf in bestimmten Kreuzungsbereichen, abgeschaltet.

 

Bei guten Bedingungen kann das von der Harzenergie beauftragte Subunternehmen zwischen 15 und 20 Leuchten am Tag mit der neuen LED-Technik austauschen.

Ortstermin im Laubhütter Weg in Bad Grund: Dr. Hjalmar Schmidt, Fred Langner, Volker Himstedt, Thomas Preiß (Abteilungsleiter Harzenergie) und Harald Dietzmann bei der Begutachtung einer neuen Straßenleuchte mit LED-Modul.

Fotos: Herma Niemann