Aufgrund der Störanfälligkeit bei Starkregen soll eine Filtration im Hochbehälter Iberg für Abhilfe schaffen

Windhausen (hn). Aus dem Magdeburger Stollen werden täglich bis zu 1100 Kubikmeter Trinkwasser zur Versorgung des Versorgungsgebietes der Gemeinde Bad Grund entnommen.

Im Oktober habe wieder jährliche Besichtigung der Trinkwasserversorgungsanlagen der Gemeinde durch das Gesundheitsamt der Stadt und des Landkreises Göttingen stattgefunden, berichtete der Betriebsleiter der Ver- und Entsorgungsbetriebe, Uwe Schiller auf der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses. Wegen der Störanfälligkeit nach Starkregenereignissen habe das Gesundheitsamt eine Filtration empfohlen. Dies ei insbesondere auch unter dem Aspekt zu betrachten, weil der Tiefe Georgstollen ebenfalls ungeeignet sei, die Notversorgung zu übernehmen. Aus diesem Grund würde man die aktuellen Überlegungen befürworten, eine Filtration in Verbindung mit der Erneuerung der Trinkwasserleitung im Hübichweg im Hochbehälter Iberg zu installieren, da im Stollen selbst nur geringer Platz zur Verfügung stünde, so dass im Bedarfsfall ganz Bad Grund über diesen Behälter mit gefiltertem Wasser versorgt werden könne. Insgesamt bescheinigte das Gesundheitsamt den Ver- und Entsorgungsbetrieben im Betriebszweig Wasserversorgung einen sehr guten Zustand und eine ständige Verbesserung der technischen Anlagen.

Eine UV- Entkeimungsanlage im Rohrinstallationssystem des Magdeburger Stollens (im PW Iberg Hübichweg ) wurde im Jahre 2008 installiert. Zur Notversorgung wurde im Mai 2006 eine Pumpstation am Tiefen Georg Stollen eingerichtet. Mit dieser Pumpstation wird im Falle der Notversorgung Trinkwasser in einer Menge bis zu 20 Kubikmeter pro Stunde in das Ortsnetz Bad Grund und zum Magdeburger Stollen gepumpt. Im Mai 2009 erfolgte die Installation einer Druckerhöhungspumpe im Pumpwerk Iberg (Hübichweg ), um im Notfall das Trinkwasser aus dem Tiefen Georg Stollen in einer Menge bis zu 5 Kubikmeter pro Stunde in den Hochbehälter Iberg fördern zu können.

Außerdem berichtete Schiller, dass in der letzten Zeit die Anzahl der Rohrbrüche leider wieder zugenommen hätten. Bis zum 24. November verzeichnete der Eigenbetrieb insgesamt 25 Rohrbrüche, davon liegen 17 im Bereich der finanziellen Zuständigkeit der Ver- und Entsorgungsbetriebe, die anderen sind durch die Grundstückseigentümer zu tragen. In den vergangenen Jahren habe man einen spürbaren Rückgang verzeichnen können, leider sei man nun wieder auf dem alten Level, so der Betriebsleiter. Gründe dafür könnten in den Bettungen der Hausanschlussleitungen aus PVC liegen, in die sich Steine reindrücken. Das könne man nicht beeinflussen, sei aber relativ schnell zu beseitigen. Des Weiteren sei der akute Wintereinbruch an dem Sonntag vor gut anderthalb Wochen planmäßig verlaufen, so Schiller. Der Baubetriebshof sei in allen Ortschaften im Winterdienst tätig gewesen. Zusätzlich habe man ein Fremdunternehmer mit eingesetzt.