Mitglieder des CDU-Gemeindeverbandes kamen zur Mitgliederversammlung zusammen. Zu Diskussionen führten die Themen Kindergärten und die Vorgehensweise der Verwaltung beim geplanten Verkauf der ehemaligen Grundschule

Gemeinde Bad Grund (hn). Da in Bad Grund, Eisdorf und Badenhausen zahlreiche Anträge von Eltern vorliegen, die eine Ganztagsbetreuung in den Kindergärten wünschen,

und sich seit der jüngsten Sitzung des Kindergartenausschusses im Februar dieses Jahres, in dem das Thema ausführlich behandelt und die Einrichtung eines Arbeitskreises versprochen wurde, noch nichts geschehen sei, habe die CDU-Fraktion einen Antrag auf eine zusätzliche Ratssitzung gestellt.

In der Ratssitzung soll die Einrichtung eines Arbeitskreises zur Erörterung des Anliegens der Eltern beschlossen werden. Dies berichtete der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Bad Grund, Klaus Bock, auf der Mitgliederversammlung. Er kritisierte, dass man zunächst eine Woche lang nichts von der Verwaltung bezüglich eines Termins gehört habe und man sich nun quasi innerhalb von wenigen Stunden auf einen Termin einigen solle. Die CDU halte den von der FWG Bad Grund vorgeschlagenen 20. April für sinnvoll, so Bock. Der Bürgermeister Harald Dietzmann wie auch die SPD-Fraktion würden jedoch einen Termin nach den Osterferien befürworten. Jens Schimpfhauser betonte bei der Diskussion, dass das Ergebnis der Ausschusssitzung zur Einrichtung eines Arbeitskreises ein offizieller Auftrag an die Verwaltung war. „Es ist doch klar, dass die Kindergärten das Thema gerne noch vor Beginn des neuen Kindergartenjahres geregelt haben wollen", so Schimpfhauser.

Zum Thema Verkauf der ehemaligen Grundschule im Teufelstal betonte Heiko de Vries, dass Harald Dietzmann die Presse erst nach der Verwaltungsausschusssitzung über die Einzelheiten hätte informieren dürfen. Dazu erwähnte Peter Schwinger, dass der Bürgermeister dazu gesagt habe, dass er in diesem kurzfristigen Fall über die Weitergabe der Informationen an die Presse eigenständig hätte entscheiden dürfen. Schwinger regte an, dass man zukünftig in einem Beschluss genau definieren müsse, was wann an die Presse weitergeben werden dürfe. Zudem sei es üblich gewesen, dass Grundstückangelegenheiten nicht öffentlich gemacht werden. Es widerspreche sich auch, dass das Thema zunächst nichtöffentlich im Ortsrat von Bad Grund diskutiert und anschließend zu früh öffentlich gemacht worden sei, so Bock. „Es ist nicht richtig, dass der Verkauf wieder einmal ohne Ausschreibung und ohne Kostenermittlung sondern nur über den Schreibtisch über die Bühne gegangen ist“, so de Vries.

Im weiteren Verlauf stellte sich der Kandidat für die Landtagswahl im Januar 2018, Andreas Körner vor, der auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Kreistag Göttingen ist. Wichtige Themen für die Landtagswahl würden vor allem die innere Sicherheit, Schulen, die Kindergartenbeiträge und die Umweltpolitik sein, so Körner. Da Osterode auf dem fünften Listenplatz stehen werde, müsse klar sein, dass der Wahlkreis nicht über die Liste gewonnen werden könne. Körner berichtete auch, warum man den Kreishaushalt abgelehnt habe, denn die sogenannte Fusionsrendite erreiche man nicht durch die Schaffung von 72 neuen Stellen. Zudem plane der Landkreis unter Landrat Bernhard Reuter einen Neubau des Verwaltungsgebäudes für 14,7 Mio Euro, wie es im November noch veranschlagt gewesen sei. "Inzwischen sind daraus 16,9 Mio Euro geworden", so Körner, der mutmaßte, dass aufgrund des Neubaus sich irgendwann alles nur noch in Göttingen abspielen werde.

Am Ende wies Klaus Bock darauf hin, dass im kommenden Jahr die Neuwahlen des Vorstandes anstünden und er das Amt des ersten Vorsitzenden gerne in jüngere Hände abgeben möchte.

Ehrungen Mitgliedschaft:

45 Jahre: Thomas Kaufmann

20 Jahre:  Alfred Ohse

Andreas Körner, Thomas Kaufmann,  Alfred Ohse, Klaus Bock