Zwei Ausschüsse befassten sich mit der Schulwegsicherheit vor der Grundschule. Nur etwa neun Prozent der 177 Grundschüler werden mit dem Auto gebracht, die Eltern gefährden beim Bringen und Abholen die Sicherheit

Gemeinde Bad Grund/Gittelde (hn). Bei einem gemeinsamen Ortstermin der Ausschüsse für Bau-, Umwelt und Feuerschutz und Schule/Kindergarten am vergangenen Dienstag stellte der Fachbereichsleiter für Inneres und Soziales, Stephan Mantel, den Ausschussmitgliedern verschiedene Möglichkeiten vor,

die Schulwegsituation vor der Gittelder Grundschule sicherer zu machen, gerade auch in Anbetracht, dass Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen und abholen, für ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko durch „wildes Parken“ sorgen, wie es in den vorangegangenen Sitzungen genannt wurde. Mantel berichtete, dass man im November des vergangenen Jahres bewusst eine Abfrage bei den Schulkindern gemacht habe, um zu erfahren, wie viele Kinder wie zur Schule gelangen. 177 Kinder besuchten zu dem Zeitpunkt die Schule, davon gelangen 69 Prozent mit dem Bus und 22 Prozent zu Fuß zum Unterricht. Gerade mal neun Prozent, also 16 Kinder, werden mit dem PKW gebracht, betonte Mantel.

Die Ortsbegehung begann an der Planstraße auf der rückwärtigen Seite der Schule. Hier ging es zunächst darum, dass die aufgemalten gelben Füße, wo die Schüler die Straße überqueren sollen, ungünstig angebracht seien, da sie sich direkt hinter der Kurve befinden, und auf der gegenüberliegenden Seite der Fußweg viel zu schmal ist. Zudem streife der Bus in der Kurve durch das Rangiermanöver teilweise den gegenüberliegenden Bordstein. Ein Vorschlag sei, die Ecke vor dem Kriegerdenkmal großzügig zu Pflastern, um den Kindern mehr Platz einzuräumen. Außerdem könne man einen zweiten Überweg gelb markieren, der von der Kirche zur Gaststätte führt. „Wir müssen das mit den Gedanken der Kinder sehen“, so Frank Brakebusch, „die Schüler  werden immer den kürzesten Weg bevorzugen“. Ein Vorschlag zur Optimierung befasste sich auch damit, die Bushaltestelle in die Planstraße hinter die Schule zu verlegen. Man spiele mit dem Gedanken, die Grünfläche hinter der Schule eventuell zu einer Schulhoferweiterung auszubauen, was jedoch noch nicht mit dem Landkreis besprochen sei. So könnten die Kinder dann durch den sogenannten Lehrereingang in das Gebäude gelangen und die Situation vor dem Haupteingang könnte entschärft werden.

Die Statments der Lehrer zu einer Verlegung der Bushaltestelle seien überwiegend so ausgefallen, dass man damit aus pädagogischer Sicht das falsche Signal sende, so die Schulleiterin Iris Keller. Nicht das Busfahren soll die Ausnahme sein, sondern das Bringen mit dem Auto“. Im Gespräch seien auch Möglichkeiten, an verschiedenen Stellen, wie auch den gezackten Linien auf der Dr.- Heinrich-Uhde-Straße vor der Schule, Parkverbote einzurichten, so Mante, da viele Fahrer die gezackten Linien ignorieren, sowie auch direkt vor der Schule bis in Richtung der ehemaligen Molkerei. Hier wurde die einhellige Meinung laut, dass Parkverbote auch nur etwas bringen würden, wenn auch Kontrollen erfolgen würden. Größtenteils einig waren sich die Ausschussmitglieder auch, dass die Hecke des Mieters in dem Schulgebäude deutlich gestutzt werden müsse. Auch könne ein rot-weißes Geländer vor dem Ausgang des Schulhofes mehr Sicherheit bieten.

Wie auch einige andere Ausschusschmitglieder sagte auch Jens Schimpfhauserals es um die Einrichtung einer Bring- und Abholzone in der Straße Neustadt ginge, dass man bei allen Maßnahmen die Verhältnismäßigkeit im Auge behalten solle. „Es ist löblich, dass wir uns Gedanken machen, aber wir reden hier über neun Prozent der Schüler, die mit dem Auto gebracht werden“, so Schimpfhauser. Damit die Kinder von dort aus sicher zur Schule gelangen, müsste ein Bürgersteig-Engpass geändert werden, was einige bauliche Maßnahmen und nicht unerhebliche Kosten mit sich ziehe. „Wenn es ginge, würden die Eltern auch direkt bis auf den Schulhof fahren“, so Heiko de Vries „da braucht doch keiner glauben, dass sie eine Zone in der Neustadt nutzen, das ist rausgeschmissenes Geld“. Im nächsten Schritt werden sich die Fraktionen mit den vorgestellten Vorschlägen beschäftigen.

Beim Ortstermin vor der Gittelder Grundschule: die Mitglieder des Bau-, Umwelt- und Feuerschutz- und des Schulausschusses informierten sich über die Möglichkeiten zur Optimierung der Schulwegsicherheit (Foto: Herma Niemann).

Eine Idee ist auch, die bisherige Bushaltestelle von der Dr.-Heinrich-Uhde-Straße in die Planstraße hinter dem Gittelder Schulgebäude zu verlegen, um die Verkehrssituation vor dem Haupteingang zu entschärfen (Foto: Herma Niemann).