Der Betriebsausschuss informierte sich über die Betriebsabrechnungen der Wasser- und Abwasserbeseitigung 2015 und deren Kalkulation für dieses Jahr. Außer beim Abwasser für Kleinkläranlagen bleiben die Gebühren stabil

Windhausen (hn). „Wir können davon ausgehen, dass in 2017 alle Gebührensätze konstant bleiben können, da eine Erhöhung aufgrund der vorliegenden Haushaltsplanung nicht angezeigt war“ so der Kämmerer Volker Höfert auf der Sitzung des Betriebsausschusses am vergangenen Montag.

Die Gebührenkalkulation ergibt demnach eine Verbrauchsgebühr für die Wasserversorgung wie bisher 1,79 Euro pro Kubikmeter und eine Grundgebühr in Höhe von 6,35 Euro pro Monat. Man belasse es jedoch bei der bisherigen Grundgebühr von 6,28 Euro je Hauswasserzähler, da man wahrscheinlich in 2018 erneut eine Anpassung vornehmen müsse. Es mache keinen Sinn wegen sieben Cent im Monat einen höheren Gebührensatz kurzfristig anzuwenden, so Höfert. Auch bei dem Betriebszweig der Abwasserbeseitigung ergeben sich für den Endverbraucher keine Gebührenänderungen, mit Ausnahme der dezentralen Abwasserbeseitigung aus Kleinkläranlagen und Sammelgruben. Die Schmutzwassergebühr bleibt nach wie vor bei 2,94 Euro pro Kubikmeter, die Niederschlagswassergebühr bei 11,94 Euro pro Verrechnungseinheit (50 Quadratmeter) und die Niederschlagszusatzgebühr bei 0,11 Euro pro Quadratmeter. Eine Ausnahme bilden hier jedoch die Abwassergebühren der dezentralen Abwasserbeseitigung bei Kleinkläranlagen und Sammelgruben. Die bisherige Deckung von Ausfuhr, Transport/Anlieferung und Reinigung in Höhe von 31,04 Euro je Kubikmeter Ausuhrmenge wurde seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr verändert, ohne dass bisher eine Neukalkulation erfolgt sei. Inzwischen sei offensichtlich, dass dieser Gebührensatz nicht mehr ausreichend sei. Für Abwassermengen aus Kleinkläranlagen müssen in diesem Jahr 53,47 Euro pro Kubikmeter und aus Sammelgruben  49,15 Euro pro Kubikmeter bezahlt werden. „Wenn wir es schaffen, weiterhin für Konstanz bei den Wassergebühren zu sorgen, heben wir uns deutlich von anderen Gemeinden ab“, so der Kämmerer.

Im weiteren Verlauf stimmte der Ausschuss für den Wirtschaftsplan 2017 einschließlich der Finanzplanung von 2018 bis 2020 der Ver- und Entsorgungsbetriebe. Hier wird der Gesamtbetrag der Kredite, deren Aufnahme im Wirtschaftsjahr 2017 zur Finanzierung der Aufgaben der Vermögenspläne erforderlich ist, auf insgesamt 889.700 Euro festgesetzt. Hiervon entfallen auf den Betriebszweig Wasserversorgung 359.000 Euro und auf die Abwasserversorgung 530.700 Euro.

In seinem Bericht erwähnte der Betriebsleiter der Ver- und Entsorgungsbetriebe, Uwe Schiller,  dass bei der turnusmäßigen Untersuchungen der Rohwasserproben der Krytertalquelle in Eisdorf und des Magdeburger Stollens in Bad Grund Keime nachgewiesen wurden. Durch die UV-Desinfektion im Hochbehälter Eisdorf und im Magdeburger Stollen waren dann keinerlei Keime im Reinwasser nachweisbar. Auch alle weiteren Reinwasserproben an Entnahmestellen innerhalb der Ortsnetze waren keimfrei und entsprachen somit im vollen Umfang der Trinkwasserverordnung, so Schiller. Im vergangenen Jahr seien turnusgemäß rund 1.000 Wasserzähler ausgetauscht worden, in diesem Jahr stünden noch einmal 1.200 Zähler in Bad Grund und Gittelde an. In der Planung für dieses Jahr ist auch, die Hälfte der noch vorhandenen Bleirohranschlüsse in Eisdorf und Gittelde auszutauschen. Bis Ende 2018 sollen alle Hausanschlüsse bleifrei sein. Was den Betriebszwei Friedhöfe anginge, berichtete Schiller, dass im November auf dem Friedhof in Bad Grund ein anonymes Urnenfeld eingerichtet wurde. Die Arbeiten zur Begrünung und die Geländer an den Treppen sollen im Frühjahr starten. Auch lobte der Fachbereichsleiter die bisher hervorragende Arbeit der Mitarbeiter des Baubetriebshofes im Winterdienst. Externe Helfer seien insbesondere nach den starken Schneefällen Mitte Januar eingesetzt worden.

Investitionen Ver- und Entsorgungsbetriebe Wasserversorgung 2017:

Neuverlegung Wasserleitung Rösteberg/Bad Grund  120.000 Euro

Erneuerung Wasserleitungen und Hausanschlüsse:

Am Johannisborn, Steinbreite, Querbreite, Unterdorf/Badenhausen  60.000 Euro

Mühlenbeu/Eisdorf   80.000 Euro

Fissekenstraße  12.000 Euro

Erneuerung von Blei-Hausanschlüssen:

Eisdorf und Gittelde   50.000 Euro