Gittelde (pb). In der Grundschule der Gemeinde Bad Grund, die in Gittelde gelegen ist,  verwandelte sich die  Turnhalle in ein Opernhaus und die Schülerinnen sowie Schüler und Lehrer dieser Schule sowie der Außenstelle Eisdorf in ein sehr wissbegieriges Publikum. Dafür hatten eine Opernsängerin und zwei Opernsänger der „Jungen Oper“ aus Detmold gesorgt.

Doch bevor die drei in das Singspiel „Abu Hassan“ vorstellten , welches aus der Feder von Carl Maria von Weber stammt, zu dem  Franz Carl Hiemer das Libretto nach einer Geschichte aus „Tausendundeine Nacht“ verfasste  und 1811 seine Uraufführung hatte, sorgten sie für ein atemberaubendes Bühnenbild und schlüpften in nicht minder fantasievolle Kostüme.

Dann tauchte „Kalle“, seines Zeichens ein Handpuppenkamel auf, das mit tatkräftiger Unterstützung seines Menschen die unterschiedlichsten Stimmlagen vorstelle – vom Bass, über den Tenor, das Alt bis hin zum Sopran. „Kalle“ bekam alles sehr überzeugend hin. Die Zuschauer waren erstaunt, dass es so ein singfähiges Wüstentier gibt.

Dann startete  die drei Gäste aus Detmold ihr Entführung in die Welt der Oper. Dabei blieben sie nicht starr auf dem zur Bühne umfunktionierten Platz des Hallenbodens. Sie mischten sich auch singend, erzählend und sehr überzeugend in das Publikum. So machten sie sehr deutlich, dass Oper richtig Spaß macht und cool ist.

Die Kinder waren  mit großer Aufmerksamkeit und Faszination dabei, was sie mit wahren Beifallstürmen bekundeten. Übrigens wurde dieser überaus gelungene kulturelle Ausflug, der  den Kindern noch lange in bester Erinnerung bleiben dürfte,  auch vom Förderverein der Grundschule Gemeinde Bad Grund unterstützt. Denn er übernahm immerhin die Hälfte der Aufführungskosten. 

Szene aus „Abu Hassan“ 

 

Das Publikum wurde immer wieder in das Geschehen mit einbezogen. Fotos: Petra Bordfeld