Eisdorf (pb). Im Anschluss der Premiere des Neujahrspicknick, zu welchem die drei Eisdorfer Dorfmoderatoren ins Kultur- und Sportzentrum geladen hatten, schloss sich mit der Ehrung von Sportlerinnen und Sportler der Ortschaft, welche vom TS und FC sowie dem Schützenverein Eisdorf aufgrund ihrer atemberaubender Leistungen vorgeschlagen wurden, eine Tradition an.

Und Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke verwies darauf, dass eben diese Ehrung auf lokaler Ebene mindestens ebenso wichtig ist, wie die der Biathlon-Königin Laura Dahlmeier, der Rekord-Kombinierer Johannes Rydzek sowie der Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst auf Bundesebene.

 

Auch wenn die Verleihung der Urkunden und Dankeschönpräsente nicht  im Fernsehen übertragen wurden, dürften alle stolz darüber sein, dass der Sport in Eisdorf weiterhin groß geschrieben wird. Denn gerade in einer derartigen Ortschaft sei eine gewachsene Vereinsstruktur wichtig, weil Sport ein sehr vielseitiger Alleskönner ist. Durch ihn könnten  auch soziale Kontakte gestärkt werden. So fänden beispielsweise „Zugezogene“ schneller Anschluss, indem sie sich in ortsansässigen Vereinen einbringen. „Ein Kennenlernen und damit das Dazugehören zur örtlichen Gemeinschaft werden erleichtert“.

 

Außerdem böten Sportvereine Sportarten an die gerade für Jugendliche und Kinder ein ergänzendes Angebot zum Schulsport bieten. Die Kleinsten erführen sogar im Vorschulalter wertvolle Hilfestellung, und der Purzelbaum bleibt kein Fremdwort oder unlösbares Problem. Die Jugendlichen könnten ihre Kräfte in einem gewaltfreien Wettkampf messen und lernen, ihre eigenen Grenzen kennen zu lernen.

 

Aber nicht nur für Kinder und Jugendliche sei die Mitgliedschaft in einem Sportverein eine nicht wegzudenkende Freizeitbeschäftigung.

Bei zunehmender „Überalterung“ der Bevölkerung komme den Sportvereinen auch hier eine große Bedeutung zu. „Mit gezielten Programmen und Konzepten werden ältere Menschen aus der Isolierung der eigenen vier Wände in die Sporthallen und Trainingscenter geholt“, so Petra Pinnecke.

 

Im Hinblick auf die Integration von Menschen, die zu uns kommen, um nicht in Angst und Schrecken zu leben, ist der Sport der einfachste Weg zueinander zu finden. Sport verbindet, blendet zunächst vorhandene Sprachbarrieren aus und spielt trotzdem eine wichtige Rolle beim Spracherwerb.

 

Sport könne aber auch eine Rolle bei der Wirtschaftsförderung und damit bei der Ansiedlung von Betrieben eine Rolle spielen. Schließlich gelten Vereine  neben guten Verkehrsanbindungen, guten Schulen und Freizeitangeboten  auch als sogenannte „weiche Standortfaktoren“.  „Ich denke, damit habe ich einen kleinen Beweis meiner These, dass Sport ein Alleskönner ist, geliefert“.

 

Die Tatsache, dass die Sportvereine eine öffentliche Aufgabe erfüllen, begründet neben hoher Anerkennung auch die Notwendigkeit der öffentlichen Förderung.  Dass der Sport der Verwaltung und dem Rat der Gemeinde Bad Grund immer wichtig war und sein wird, bilde sich auch immer wieder im gemeindlichen Haushalt wieder.

 

An die zu ehrenden Sportler und Sportlerinnen gerichtet, betonte sie,  dass ihr Dank und ihre Glückwünsche nicht „nur“ den Aktiven, sondern auch den Trainern und Betreuern, den Eltern und den vielen stillen Helferinnen und Helfern der Vereine gelten. „Sie alle leisten fundamentale Arbeit und tragen somit wesentlich zum Vereinsleben und zum Erfolg der Vereinsmitglieder bei“.  Ohne diese ehrenamtlichen Tätigkeiten sei Vereinsarbeit nicht denkbar.

 

Alle Vereinsvorstände, Abteilungs-und Übungsleiter, bis hin zu den Trainern und Betreuern, Kampfrichtern und Platzwarten,  trügen schließlich dazu bei, dass erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2017 geehrt werden können. Und Letztgenannte bat sie dann zu sich. „Nach dem Tag eures eigentlichen Erfolges, steht ihr heute ein weiteres Mal im Rampenlicht“. Einige von ihnen konnten übrigens an dieser kleinen, sehr gut besuchten Feierstunde nicht teilnehmen, weil sie zur selben Zeit schon wieder andernorts in ihren Disziplinen an den Start gingen

Die für ihre Leistungen geehrten Sportlerinnen und Sportler zusammen mit Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke und Gemeindebürgermeister Harald Dietzmann. Foto: Petra Bordfeld
Die für ihre Leistungen geehrten Sportlerinnen und Sportler zusammen mit Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke und Gemeindebürgermeister Harald Dietzmann. Foto: Petra Bordfeld

SPORTLER-EHRUNGEN

 

TSC Eisdorf

 

Tizian Kirchhof -M U 20,  Jule Kriebel – W15, Jaron Kriebel - M 9, Nele Dörrier- W8, Noemi Sinram - W9, Paul Kirchhof – M 15, Jonah Kriebel- MU20, Lilli Blumenberg – W9 und Kilian Mann -  MU20

Schützenverein Eisdorf

 

David Elsner, Lars Kesten,  Ralf Lüllemann, Erich Diener, Dieter Armbrecht, Dieter Armbrecht  sowie Chris Leimeister, Chiara Teuber, Rene Hisgens und  Saskia Thies

 

 

FC Eisdorf e. V.

Lars  Elligsen: 15 Jahre Spielausschussvorsitzender

Ulrich Pinnecke: zehn Jahre zweiter Vorsitzender, ab 1.Juli 2017 erster  Vorsitzender

 

BÜRGEREHRUNG

Jacek Ciesla: für  Organisation des Fußballbenefizturniers „Cup 4 friends“ mit zehn Hobby- und Freizeitmannschaften