Eisdorf (pb). Weil Bewegung in der gesunden, kindlichen Entwicklung ein wichtiger Baustein für das ganzheitliche Lernen der Kinder ist, haben sich die Leiterin der Kindertagesstätte St. Georg in Eisdorf, Andrea Stewers-Schubert, und ihr Erzieherinnen-Team entschlossen, sich zusammen mit Mädchen und Jungen sowie deren Eltern auf den Weg zu machen, welcher jetzt in der Verleihung des Markenzeichens „Bewegungskita“ seitens des Qualitätszirkels „Bewegungskindergarten“ in der Niedersächsischen Turnerjugend seinen Höhepunkt haben sollte.

Und genau dieses Ziel wurde erreicht. Denn am kommenden Freitag, 16. Juni, erfolgt während des Sommerfestes, zu dem ab 15 Uhr geladen wird, erfolgt die Auszeichnung. Damit ist die Kita in Eisdorf übrigens die erste im Harzer Land, die dieses Markenzeichen erhalten hat.

Bis dahin galt es aber erst einmal, viele Schritte zu tätigen und auch noch immer in Angriff zu nehmen. Denn es gab sehr viel Theorie, die im Laufe der Vorbereitungszeit in die Praxis umgesetzt wurde und mit Hilfe noch gesuchter Sponsoren noch Realität werden sollen.

Um zu zeigen, dass auch sie nicht einrosten wollen, machten sich an einem Wochenende die Erziehrinnen zusammen mit Gesundheitspädagogin Carmen Frisch daran, innerhalb von 15 Lerneinheiten  nicht nur den „Berg“ des Kindergartens zu erklimmen, sondern diverse Übungen auszuprobieren, die ihnen mehr Beweglichkeit verschufen.

Zwei Kolleginnen haben sich außerdem in 75 Lehreinheiten an der Landesturnschule in Melle zu Bewegungsexpertinnen schulen lassen.

Aber auch die Eltern schauten nicht bloß zu. Im Gegenteil, sie „spuckten“ in die Hände und legten insbesondere beim „Garteneinsatz“ los. So wurde beispielsweise das kleine Holzhaus abgeschliffen und neu bemalt, ein altes Holzspielzeug, welches bereits schon recht unter dem Zahn der Zeit gelitten hatten, abgerissen und in großer Geschicklichkeit ein neues aus nicht gerade kleinen Baumstämmen zusammen gefügt. Büsche wurden mittels Heckenschere in Form gebracht, auf der Rasenfläche vorm Haus Beete angelegt  und ein Baum gepflanzt. Eine Bank lädt dort übrigens  zum Verweilen ein.

Zusammen mit den Kindern wurden die Beete angelegt, auf denen Zuckererbsen ebenso sprießen, wie Waldbeeren, Schnittlauch und vieles andere mehr – nur kein Unkraut. Da passen die kleinen Gärtner schon auf.

Und dann verwandelte sich die Kindertagesstätte auch zu einem Blumenladen. Denn dort wurden von Erwachsenen und Kindern in Gemeinschaftsarbeit mittels Holz, Farben und Pinsel über 100 Blumen „gezüchtet“, die 120 Zentimeter groß sind und während des Sommerfestes käuflich zu erwerben sind. Alle haben einen ganz besonderen Vorteil: sie werden nie verwelken. Sie werden aus dem Grund feilgeboten, weil eine Indoor-Schaukel angeschafft werden soll. Zwar der Förderverein und einige Sponsoren schon tief in die Geldbörse gegriffen, da aber die Schaukel ebenso wenig preiswert ist, wie das neue Holzspielzeug im Außenbereich, soll mit dem Verlauf der Blumen angestrebt werden, das noch vorhandene finanzielle Loch zu stopfen.

 

Auch Erwachsenen brachten die großen Blumen zum „Blühen“.

Sie alle wollten wissen, was es mit den großen Baumstämmen auf sich hatte. Fotos: Bordfeld