Badenhausen (pb). Während der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins Badenhausen wurde zweimal besonderer Dank ausgesprochen: Der erste galt Annegret Apel dafür, dass sie bereits

seit 30 Jahren das Amt der Kassiererin ausübt, der andere ging an die  beiden Schützenmeistern Reiner Penezis und Henning Nagel, die ein ganz besonderes Geschenk mitgebracht hatten: die Junggesellenjacke aus dem Jahr 1964.

Bevor aber der erste Vorsitzende, Thomas Burgardt, ein blumiges Dankeschön an die sehr engagierte Kassenwartin überreichte und sowohl die Jacke, als auch eine Namensliste der Träger dieses Unikates entgegennehmen durfte, legte er erst einmal der überaus gut besuchten Versammlung im Gasthaus „Zur Linde"  in Oberhütte seinen Jahresbericht vor. In dem machte er sehr deutlich, dass der HGV Badenhausen auch im vergangenen Jahr ganz bestimmt nicht die Hände in den Schoß gelegt hatte.

2016 habe von Anfang an unter den Organisationsmaßnahmen zur „Nacht im Museum“ gestanden. „Wir wollten etwas Neues ausprobieren und starteten dieses Projekt mit viel Schwung und Elan“. Die Entscheidung die Feuerwehr, die Weinrunde und den Posaunenchor mit ins Boot zu nehmen, sei eine sehr richtige gewesen, was der Besucherzuspruch verdeutlichte. Denn rund 200  Gäste hätten im September deutlich gemacht, dass man sich für eine derartige Veranstaltung nicht nach Hamburg oder eine andere Großstadt begeben müsse. Der Besuch des ehemaligen Rathauses hätte mindestens ein ebenso atemberaubendes Flair gehabt.

Im Museum sind außerdem weitere Exponate eingetroffen. Dazu gehört auch Petroleumfass der „Deutsch-Amerikanischen Petroleumgesellschaft“, der späteren ESSO. Dieses konnte, genauso wie ein Großhobel, in die Ausstellung übernommen werden. Damit habe man bald die Marke von 3 000 Stücken im Archiv und der Ausstellung erreicht. Dazu zählten auch die Bücher und Bilder, die in direktem oder indirektem Zusammenhang mit Badenhausen stehen.

Zusammen mit der Oberschule Badenhausen habe man das Projekt „Kirchenmuseum“ abgeschlossen. „Damit erreichten wir bundesweit Bedeutung, da dieses Projekt in einer Schulfachzeitung veröffentlicht wurde“, so der Vorsitzende weiter.

Im Frühjahr werde nun das gemeinsame das Projekt „Gefallene und Vermisste des zweiten Weltkrieges“ begonnen, bei dem die Schüler die Geburtsdaten der auf den Tafeln des Ehrenmals genannten Personen und deren Sterbedatum erarbeiten und zusammenstellen werden. Ziel sei es, eine Karte zu gestalten, auf der die Sterbeorte verzeichnet sind.  Sein Dank dafür ging an Thomas Koch, dem zuständigen Koordinator, der jetzt auch Vereinsmitglied ist.

Auf 2017 schauend erinnerte Thomas Burgardt daran, dass die für den 20. Mai datierte Fahrt zum Schloss Salder nach Salzgitter führen wird. Dort wird übrigens Dr. Jörg Leuschner, ehemaliger Leiter des Museums der Stadt Salzgitter und HGV-Mitglied, durch die Ausstellung führen. Anmeldungen sind jederzeit über das Pfarrbüro oder beim ersten Vorsitzenden möglich. Der Vorstand hofft auf rege Teilnahme.

Zu einem Blick in das Jahr 2018 lud der Vorsitzende auch noch ein. Denn da steht das 1050-jährige Dorfjubiläum an, welches auch gebührend gefeiert werden soll. So habe er sich beispielsweise zusammen mit Ortsbürgermeister Erich Sonnenburg zusammen mit Dr. Leuschner schon mal Gedanken zu Papier gebracht, die rechtzeitig den Mitgliedern zugesandt werden.

Abschließend sprach er all denen ein herzliches Dankeschön aus, die dem HGV Badenhausen immer auf den unterschiedlichsten Wegen hilfreich zur Seite gestanden hatten.

Erich Sonnenburg überbrachte in seinem Grußwort auch ein ganz großes Dankeschön seitens des Ortsrates für die immerwährende gute Zusammenarbeit. Man sei sehr glücklich, einen so aktiven heimat- und Geschichtsverein zu haben. Auf die Planung für die 1050-Jahr-Feier zu sprechen kommend, brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich mit Hr. Dr. Leuschner ein kompetenter Partner gefunden hat.

Ein angedachter Termin für eine größere Veranstaltungen könnte der 2. Oktober 2018 sein, dem Tag an dem Kaiser Otto I. vor dann genau 1050 Jahren die Ansiedlung Badenhausen an das Kloster Magdeburg verschenkte.

Annegret Apel freute sich über das blumige Dankeschön, Thomas Burgardt über die Junggesellenjacke, welche die Schützenmeister Reiner Penezis (li.) und Henning Nagel (re.) fürs Museum mitgebracht hatten. Foto: Bordfeld

WAHLEN

Revisorin: Ingrid Wachsmuth