Badenhausen (pb). Wer mal Tage oder Nächte der offenen Tür, vielleicht auch eine lange Nacht erleben möchte, braucht nicht nach Berlin oder Hamburg zu fahren, das könne auch in Badenhausen erlebt werden. Worte von Thomas Burgardt, dem ersten Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins Badenhausen. Diese richtete er an all die Gründungsmitglieder, die zur 30-Jahr-Feier des Vereins ins ehemalige Rathaus geladen waren.

Als er vor 19 Jahren in den Heimat- und Geschichtsverein eintrat, habe er noch nicht gewusst, welch Schätze das Museum verbirgt. Diese Erkenntnis kam erst, als er 2008 in den Vorstand gewählt wurde. Unter diesen Schätzen sind Gegenstände aus dem Mittelalter, Bücher aus dem 16. Jahrhundert sowie Zeitungen aus dem vergangenen Jahr. In jedem Fall hätten die durchgeführten Änderungen dem Reiz des Museum keinen Abriss getan. Beim Sortieren habe so manch einer vieles aus Kindheit entdeckt.  In jedem Fall habe er sich über die  rege Teilnahme an den Tagen und Nächten der offenen Tür sowie der langen Nacht gefreut. Es habe sich als äußerst klug erwiesen, die Freiwillige Feuerwehr Badenhausen, die  „Weingrotte“ und den Posaunenchor bei diesen Veranstaltungen mit ins Boot geholt zu haben.

Anschließend dankte er den Frauen und Männern der ersten Stunde, denn ohne deren Einsatz hätte es das Museum nicht gegeben. Der Verein gehöre zum Dorf. Aus dem Grund wünschte er sich, dass 2037 wieder jemand im alten Rathaus stehen möge, um die Eröffnungsrede anlässlich des 50jährigen Bestehens zu halten.

Erich Sonnenburg griff diesen Wunsch nicht als Gründungsmitglied, sondern als Ortsbürgermeister auf. Er könne sich vorstellen, dass Burgardt in 20 Jahren noch einmal eine Jubiläumsrede halten könnte. Es freue ihn riesig, dass der  HGV sein 30jahres feiern kann. „Er ist doch ein ganz wichtiger Verein für Badenhausen“.  In jedem Fall sei mit der Wahl von Thomas Burgardt zum ersten Vorsitzende eine sehr gute Entscheidung getroffen worden.

Schließlich habe er viel Neues eingeführt und bewegt, was das Museum nach vorne gebracht habe und in aller Munde ist: „Ihr steht ja gut da und habt tolle Räume“.

Sonnenburg erinnerte aber auch daran, dass im kommenden Jahr wieder ein Jubiläums gefeiert werden soll: 1050 Jahre Badenhausen. Man befände sich bereits auf einem guten Planungsweg, der mit Sicherheit nicht das ebenfalls 2018 anstehende Schützenfest kreuzen werde.

Karl Jahns hatte keine Grußworte, sondern eine Brauereitasche mitgebracht, welche er dem Museum als Geburtstagsgeschenk überreichte.

Nach dem offiziellen Teil blieben alle noch lange zusammen, um bei Kaffee und Kuchen die letzten 30 Museums-Jahre Revue passieren zu lassen.

Die Gründungsmitglieder des Heimats- und Geschichtsvereins Badenhausen und der heutige erste Vorsitzende, Thomas Burgardt, feierten das 30jährige Bestehen.

Thomas Burgardt (re.) nahm die von Karl Jahns als Geburtstagsgeschenk überreichte Brauereitasche voller Freude in Empfang. Fotos: Bordfeld