Für den Fortbestand muss wie in Hattorf auch, die Zweizügigkeit gesichert sein

Gemeinde Bad Grund (hn). „Die Beschlusslage aus dem Kreisausschuss bezüglich des Forbestandes der Oberschule Hattorf, gilt auch für Oberschule Badenhausen“, dies konnte der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann, am Donnerstag im Gemeinderat verkünden.

Zwei Tage zuvor habe es ein Gespräch mit dem Schulleiter Frank Keller, dem Kreisdezernenten Marcel Riethig und dem SPD-Kreistagsabgeordneten, Herbert Lohrberg, gegeben, bei dem man sich auf diese Lösung verständigt habe, solange auch in Badenhausen die Zweizügigkeit gesichert sei, sich also mindestens 29 Schüler für den fünften Jahrgang anmelden.

„Der Schwebezustand ist also beendet“, so Dietzmann. Die notwendigen Investitionen in den Schulstandort würde der Landkreis Göttingen im Blick haben und diese je nach Priorität vornehmen. Jetzt liege es allerdings auch an den Eltern, dementsprechend mitzuwirken, um für die Nachhaltigkeit zu sorgen. Auch aus Sicht der Gemeinde sei der Fortbestand der OBS eine gute Perspektive, da weitere infrastrukturelle Einrichtungen, wie das nahegelegene Jugendcafé und die Turnhalle, eine gelungene Symbiose zur OBS bilden. „Gäbe es den Standort irgendwann nicht mehr, dann müssten wir auch um den Fortbestand der Turnhalle fürchten“, so Dietzmann. Seiner Meinung nach seien die Diskussionen, die gerade um den Forstbestand der Oberschulen im Altkreis geführt werden, nicht zurückzuführen auf die Landkreisfusion, sondern würden auf sinkenden Schülerzahlen beruhen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Florian Panknin zeigte sich erfreut, denn die Bemühungen der Eltern und Kommunalpolitiker seien erfolgreich gewesen. Der Standort habe eine große Bedeutung für die Gemeinde, aber auch für die Schüler, die durch die räumliche Nähe zu ihrem Wohnort ein besseres Erleben von Schule als Sozialraum erfahren. „Bildung darf nicht nur vom wirtschaftlichen Aspekt abhängig sein“, betonte Panknin, der im Namen seiner Fraktion eine gewissenhafte Schulentwicklungsplanung vom Landkreis wünschte, die alle Bedürfnisse beinhalte, und vor allem, in die die betroffenen Schulen, deren Elternschaft und die kommunale Politik eingebunden werden.

Erfreut zeigte sich auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Bock, der allerdings zu bedenken gab, dass es zu Problemen käme, wenn sich in einem Jahrgang weniger als 29 Kinder anmelden würden. „Dieses wichtige Thema gehört auch in den öffentlichen Kreistag und darf nicht im stillen Kämmerlein behandelt werden“, so Bock. Nicht vollkommen glücklich sei die die Fraktion der Freien Wähler, so der Vorsitzende Bernd Hausmann, der ebenso die vorgeschriebene Anzahl von Schülern ansprach. Denn wenn diese Zahl einmalig unterschritten werde, drohe sofort die Schließung, ohne jedoch die Zahlen nachfolgender Jahrgänge zu berücksichtigen. „Das sollte unbedingt korrigiert werden, auch für die Oberschule in Hattorf. Diesen Freibrief sollte man nicht erteilen“, so Hausmann.

Der Landkreis wende nur die Rechtslage, nämlich den Klassenbildungserlass, an, sagte Dietzmann. Im Übrigen teile er die Befürchtung nicht, da in den kommenden Jahren mit durchschnittlich 60 Geburten pro Jahr zu rechnen sei.