Die Sole setzt dem Beckenrand zunehmend zu und die Energiekosten sind zu hoch. Jetzt wird nach einem Förderprogramm für die Sanierung gesucht

Bad Grund (hn). Das Solebad des Gesundheitszentrums, in dem Kinder ihr Seepferdchen absolvieren können und das auch ein Anziehungspunkt für Schwimmer und Gruppen aus anderen Gemeinden ist, muss dringend saniert werden.

Das teilte Dr. Oswald Sander, Geschäftsführer der Sander-Gruppe, am Dienstag in einem Pressegespräch unter anderem im Beisein des Göttinger Landrats Bernhard Reuter, des Landtagsabgeordneten Karl Heinz Hausmann und des Kreistagsabgeordneten Herbert Lohrberg mit. Statische Mängel müssten beseitigt sowie die Abdichtung und die thermische Isolierung des Beckens erneuert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 450000 Euro. Grund für die Mängel sei unter anderem der Einfluss der Sole auf die Beckenwände. Dazu käme noch der energetische Aspekt, denn mit der Sanierung könne man auch gut 25 bis 30 Prozent der Energiekosten einsparen, die innerhalb der ersten sieben Monate dieses Jahres auf rund 47000 Euro aufgelaufen sind. Auch andere Investitionen, wie der Bau einer Sauna und die Erweiterung des Wellness-Bereichs, sollen im Gesundheitszentrum erfolgen. Bedauerlicherweise sei ein Förderantrag abgelehnt worden, der bei der Leader-Region Osterode eingereicht worden war, da es sich um eine Sanierung und nicht um ein neues Projekt handelt.

Es gebe für die Besucher keinen Grund zur Beunruhigung, betonte Dr. Sander, da regelmäßige Kontrollen durchgeführt würden. Das Bad sei ein Schwimmbecken für alle Generationen und kein Spaßbad und somit ein fester Bestandteil in der Region, denn von der Rheumaliga bis hin zu Osteoporose-Gruppen aus Clausthal, Osterode und Bad Lauterberg, sei das Solebad gut frequentiert. Jetzt ginge es darum, ein geeignetes Förderprogramm zu finden, so der Landrat. Doch grundsätzlich müsse man sich klarmachen, dass man schlussendlich das Projekt den Förderbedingungen anpassen müsse. In dem Zusammenhang berichtete Herbert Lohrberg, dass Dr. Ulrike Witt vom Amt für regionale Landesentwicklung einen Termin mit der NBank koordinieren werde. Die NBank ist die Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen mit Sitz in Hannover. Als Anstalt öffentlichen Rechts gehört sie zu 100 Prozent zum Land Niedersachsen und ist für die Beratung und Bewilligung der Förderprogramme aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln zuständig. „Wir werden das Vorhaben politisch begleiten“, so Reuter „aber zunächst muss der Weg fachlich bereitet werden“.

Gut besucht und ein Anziehungspunkt in Bad Grund: das Solebad im Gesundheitszentrum muss für rund 450000 Euro saniert werden. Foto: Herma Niemann