Ohne Ehrenamt kein Bergbaumuseum

Bad Grund (ps). Zu Beginn der Jahreshauptversammlung hob Vorsitzender Volker Sturm die Bereitschaft des Vorstandes zum Erhalt des Bergbaumuseums „Schachtanlage Knesebeck“ hervor.

Der hohe Stellenwert für die Bergstadt Bad Grund werde stets betont, sei das Bergbaumuseum doch Teil der Weltkulturerbe-Anerkennung Oberharzer Wasserwirtschaft.

Als Lichtblick zum Erhalt wurde die Übernahme der Trägerschaft durch die Stiftung Weltkulturerbe gesehen. Als schlagkräftige Einheit sollen die kleinen Harzer Bergbaumuseen Grube Samson, der 19-Lachter-Stollen, das Oberharzer Bergbaumuseum und die Schachtanlage Knesebeck neu aufgestellt werden. 

„Wir warten ungeduldig auf die Entscheidungen“, so der 2. Vorsitzende Richard Laux. Nur bei finanzieller Unterstützung durch das Land Niedersachsen, die Kostenbeteiligung seitens der Kommunen und bei Einbindung von ehrenamtlichen Personal aus den Fördervereinen hätten die kleinen Bergbaumusen in Zukunft eine Überlebenschance.

In seinem Jahresbericht zeigte der Vorsitzende dann auch deutlich auf, dass der Betrieb des Bergbaumuseums im Wesentlichen von den vier Vorstandsmitgliedern geleistet werde. Sein Dank ging an Horst Draheim als „Gutem Geist des Bergbaumuseums“ an der Spitze, Regina Keinert als Organisatorin der Kinderprogramme und Kindergeburtstage [Info: Die Grubenlokomotive wurde technisch abgenommen und steht wieder zur Verfügung] und Richard Laux, auf dessen Hilfe und Fachwissen man nicht verzichten könne.

Eine besondere Erwähnung fand die Hilfe durch zwei Flüchtlinge, die dem Bergbauförderverein von der Gemeinde zugewiesen wurden. Moqhim Mohamedi aus Afghanistan und Ahram Masur aus dem Irak seien stets pünktlich und fleißig gewesen und hätten gute Arbeit bei den umfangreichen Tätigkeiten geleistet. Bedauerlich, doch verständlich, dass die Unterstützung durch einen Sprachkurs bis zum 1. April unterbrochen wurde.

Ein Flachgeschenk als besondere Anerkennung und Dank für die ehrenamtliche Arbeit erhielten die Vorstandsmitglieder von Holger Diener, dem Stellvertreter des Ortsbürgermeisters. Mit dem Hinweis „Ehrenamt ist unentbehrlich“ wurde vom KTV-Vorsitzenden Peter Schwinger für die gute Zusammenarbeit ebenfalls mit einem Flachgeschenk gedankt. Auch Bodo Probst, als Vorsitzender des Harzklubzweigvereins, dankte für die gute Zusammenarbeit. Und Gerd Hintze sagte als Vorsitzender Knappenverein Bad Grund und Umgebung die Teilnahme seiner Mitglieder an den Veranstaltungen des Bergbaufördervereins zu. In Uniform, um auf die Bergbautradition Bad Grunds hinzuweisen.

Mit großer Erleichterung nahmen die Vereinsmitglieder des Fördervereins die Zusage auf, dass die Gemeinde Bad Grund zum Erhalt des Bergbaumuseums auch in Zukunft finanziell beitragen werde.  Fachbereichsleiter Volker Höfert, zuständig für Kulturförderung, war in Vertretung für Gemeindebürgermeister Harald Dietzmann anwesend, überbrachte nicht nur diese Zusage, sondern blickte für das TRAFO-Projekt, der Zusammenführung der kleinen Museen, hoffnungsvoll in die Zukunft.

Die anschließenden Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Volker Sturm, Stellvertreter Richard Laux, Kassenwart Horst Draheim, Schriftführerin Regina Keinert, Beisitzer Georg Heberle, Gerd Hintze und Rolf Benneckendorf. Kassenprüfer Peter Schwinger. red.

Der wiedergewählte Vorstand des Bergbaufördereins.  V.l.n.r. Richard Laux, Volker Sturm ,Regina Keinert und Horst Draheim.  Foto: Peter Schwinger